Der Westernsattel |
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Allgemeines/Historie Ein markanter und wichtiger Ausrüstungsgegenstand des Westernreiters ist sein Sattel. Die Geschichte des Sattels zählt Jahrtausende - am Anfang wur-den harte Astgabeln verwendet, die hinter die Schultern des Pferdes ge- klemmt wurden. Der Cowboysattel ist während seiner langen Entwicklungsgeschichte stets für einen Zweck konstruiert und gebaut worden: Für harte Arbeit mit dem Pferd, um viele Stunden, Tage, ja Wochen bei jeder Gangart, in jedem Ge-lände und bei jedem Wetter darauf zu sitzen, ohne dass Pferd und Reiter mehr ermüden, als unbedingt notwendig ist. Erst die vergangenen Jahre führten zur Entwicklung von flexiblen Sattel-bäumen, die sich der Bewegung des Pferderückens anpassen und eine größtmögliche Verteilung des Reitergewichts ermöglichen. Die fundamentalen Unterschiede zum Englischsattel sind:
Beim Kauf eines Westernsattels sollte man auf gute Qualität achten, da es auch sehr minderwertige Fabrikware gibt, die unausgewogen ist, billiges, starre L3eder und eine schlecht Passform hat. Bei der Wahl des Sattels ist neben guter Gebrauchsqualität auch die korrekte Passform für Reiter und Pferd wichtig. |
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![]() (Quelle: EWU Folienmappe) |
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Typen und Formen Je nach Arbeitseinsatz gibt es verschiedene Modelle des Westernsattels:
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Das Pad |
Sattelunterlagen Funktionen und Wirkungsweise Keine Sattelunterlage der Welt kann einen schlecht angepassten Sattel passend machen.
Sattelunterlagen sind sehr wichtige Komponenten einer wirklich pferdegerechten Sattlung.
Genau genommen ist die richtige Unterlage ebenso wichtig wie ein exakt passender Sattel. Sattelunterlagen müssen den Pferderücken vor Druck- Stoß- und Zugeinwirkung Durch die Vorwärtsbewegung des Pferdes entstehen enorme Schubkräfte von hinten nach vorne sowie von unten nach oben gegen den Sattel. Das Reitergewicht bedingt entgegengesetzte Stoßkräfte, und dazwischen ist ein Puffer notwendig! Ein weiterer wichtiger Punkt ist die direkt zwischen Pferdefell und Sattel entstehende Reibung. Eine Auflage verteilt die entstehende Reibung zwischen Sattel und Pferderücken sie entlastet damit das darunter liegende Gewebe des Pferdes. Wer „Reibung“ fühlen möchte setze sich in einen Sattel mit Wildledersitz und reite 2 Stunden Schritt. Eine andere nette Variante sind Jeans mit dicken Innennähten. Da freut sich das Bein beim Reiten! Cowboys waren bekanntlich praktisch veranlagt! Sie trugen aus genau diesen Gründen lange Unterhosen. Durch eine weitere Schicht am Bein oder Hintern minimiert sich die Reibung auf der Haut nämlich erheblich. Diesen Effekt sollten wir auch unter unseren Sätteln ausnutzen. Wissenswertes:
Die Löcher hinter den Schultern eines Pferdes deuten darauf hin, dass die äußerst empfindlichen kleinen Trapezmuskeln durch unpassende Sattlung zu wenig Platz hatten und sich deshalb zurückbildeten (Atrophie). In solchen Fällen hilft eine Sattelunterlage mit Einschubmöglichkeiten. Ein genau angepasstes Polster hebt den Sattel anstelle der Muskeln in die richtige Position. Das verstehe ich unter „Siemens Lufthaken“: obwohl die geschädigten Muskeln den Sattel nicht mehr halten können liegt dieser dennoch richtig und darunter erhält die Muskulatur Platz zur Regeneration. Aus Erfahrung können wir folgende Pads empfehlen: Empfehlung Western-Pad-Test!!!
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Zäumung und Gebisse |
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Zäumung Westernpferde können auf verschiedene Weise aufgezäumt werden. Grundsätzlich läßt sich sagen, daß die Eleganz und Leichtrittigkeit des Westernpferdes dadurch unterstrichen wird, daß es möglichst wenig Leder am Kopf trägt. Das in Deutschland übliche Reithalfter (Sperrhalfter) unter der Trensenzäumung ist auf dem Westerntruneir nicht erlaubt.
Verschiedene Modelle:
Zügel Als Zügel werden normalerweisen lange Lederzügel bentutz, die nicht geschlossen sind. Die Zügel können aber auch aus Baumwolle oder Kunststoff gefolochten und mit einem ledernen Peitschenende versehen sein. Allen Westernzügeln gemeinsam ist, dass sie relativ schwer sind. In der Ausbildung des Pferdes macht man sich den leichten Druck zunutze, den schwere Zügel aufgrund ihres Eigengewichts auf das Gebiss und den Pferdehals ausüben. Einige Zügelarten:
An Zügeln sollte man auf Snaps verzichten, die zwar das wechseln des Gebisses erleichtern, diese aber Unannehmlichkeiten im dem Pferd im Maul bereiten. Beispiel: Man nehme einen Löffel zwischen die eigenen Zähne und klopft mit einem weitern Löffel auf dem Stiel herum. So kann man am eigenen Leibe nachempfinden, welche Wirkung, gerade für empfindliche Pferde-Mäuler solche Snaps auf ein Pferde-Maul/Gebiß haben.
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Gebisse |
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Im Westernreiten gibt es unzählige Gebißarten. Die bekanntesten und gebräuchlichsten sind: Die geborchenen Trensengebisse:
Zäumungen mit Hebelwirkung sollten erst verwendet werden, wenn der Reiter über einen absolut zügelunabhängigen Sitz verfügt! Durch die Hebelwirkung kommt eine Zügelhilfe vielfach verstärkt am Pferdekopf an, bei unsachgemäßer Einwirkung kann man Pferden mit Hebelgebissen starke Schmerzen zufügen. Ebenso muß das Pferd einen dementsprechend langjährige gute Ausbildung auf das Snafflebit benossen haben.
Die Zäumungen mit Hebelwirkung:
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