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Moderne Wundversorgung in der Veterinärmedizin
mit Peter Denius
und
„Huf-Notfall“- Kurs

mit Rebecca Kessler

Trotz der widrigen Wetterverhältnisse fanden mehr als 20 Teilnehmer den Weg in den Schulungsraum des Vereins und folgten mit großem Interesse den Ausführungen der beiden Veranstaltungsleiter.
Die Seminarleitung im ersten Teil der Veranstaltung übernahm Peter Denius  aus Eschenburg.
Er stellte seine Behandlungs- und Verbandtechniken, zur Behandlung verschiedener Huferkrankungen, den sogenannten „Total Hoof Cast“ (THC), sowie der Wundversorgung im Allgemeinen vor und erläuterte anhand von Fallbeispielen, dass die moderne oder feuchte Wundversorgung, die in der Humanmedizin schon seit langem Anwendung findet, auch in der Veterinärmedizin mit positiven Ergebnissen angewendet werden kann.
Als Anschauungsmaterial hatte Denius verschiedene Verbandsmaterialien, wie spezielle Kompressen, Bandagen und Binden, sowie vorgefertigte Huf-Schuhe, die zum Schutz bei Huferkrankungen und -verletzungen individuell angefertigt werden können, dabei.
Alle seine Ausführungen begleitete Denius mit Bildmaterial, so dass die Teilnehmer ein genaues Bild seiner Techniken vermittelt bekamen. Bewundernswert waren die vorher und nachher Bilder von schlimmen Verletzungen an verschiedenen Bereichen des Pferdes, wie diese doch nach relativ schneller Zeit geheilt waren. Wichtig dabei war für Denius, dass fast allen Pferden ein Weidegang trotz massiven Verletzungen mit dieser Methode ermöglicht wird.
weiter Infos darüber www.thc-hufschuh.de

Den zweiten, praktischen Teil der Veranstaltung unter dem Titel „Huf-Notfall“-Kurs "wenn der Schuh drückt", leitete Hufschmiedin und Vereinsmitglied Rebecca Kessler. Bei diesem Kurs soll mit einem theoretischen und einem praktischen Teil für die Teilnehmer an Präparaten (wer möchte) - und am Pferd gezeigt werden, wie man in einer Notsituation ein Hufeisen fachgerecht abnimmt.
Ziel dieses Kurses sollte sein,  im Notfall richtige Erste-Hilfe-Maßnahmen am Pferdehuf, in Bezug auf das Abnehmen eines Eisens zu entwickeln. Nach einer kurzen Einleitung mit verschiedenen Bildern über solche Notfallsituationen, ging es für alle Interessierten zum Üben an eigens für diesen Kurs mitgebrachten Präparaten. Viele der Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, Nägel aus einem Huf zu entfernen oder ein Hufeisen abzunehmen. Ebenso konnte auch ein Eisen aufgenagelt werden. Schnell stellten die Teilnehmer fest, dass es leichter aussieht als es in Wirklichkeit ist. Frau Kessler gab jedem Teilnehmer individuelle Tipps und erklärte ausführlich was zu beachten ist.

(Bericht von Angelika Schneider Pressewartin)


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